Die „Lese“-Nacht wurde wörtlich genommen. Von den 22 Kindern zeigten 9 eine beeindruckende Ausdauer. Die letzten Leserinnen löschten ca um 03.00 Uhr die Stirnlampe.
Die Bibliothekarin Barbara Enderlin startete das Abenteuer mit einem Bücher-OL in der Bibliothek. Dieses „warm-up“ weckte eine grosse Bücher-Neugier. Nach Herzenslust wurde jetzt gelesen oder auch nur geschmökert. Gegen 21.00 Uhr suchten sich alle ihren Schlafplatz im unterteilten Pfarrhofsaal aus, der zwar während der Nacht bei einigen Kindern sehr mobil wurde und locker bis zu vier Mal den Standort wechselte- Natürlich samt Matratze und Schlafsack, versteht sich. Überall verteilten sich Bücher, die wir als „Lesevorrat“ während der Lesenacht ausleihen durften.



„Ui!! Schaut einmal her!“ Und schwupps - folgten einige diesem Befehl samt Schlafsack und versammelten sich um ein spannendes Such-Bilderbuch. Aus einer andern Ecke tönte es ähnlich von einer Gruppe, die in einem Buch der Rekorde allerlei Ulkiges entdeckte.
Einige Kinder aber separierten sich schon früh und liessen sich durch nichts von ihrer Lektüre abbringen. Unbeirrt lasen sie Seite um Seite- und genossen die lange Lesezeit. Einige Jungs vergnügten sich zwischendurch mit „Tschau-Sepplä“.
Ja, die Lesenacht machte ihrem Namen alle Ehre! Sie wurde von allen sehr genossen, denn niemand „musste“- aber alle „durften“!
Evi Rossacher