Jugendliche am Puls des Lebens

Am Montag 27.4.2015 haben die Schülerinnen und Schüler der 1. IOS Kerns ge-lernt, wie man bei einem Herznotfall Leben retten kann. Die Schweizerische Herz-stiftung unterstützt das Projekt und die Leitung wurde vom Samariterverein Kerns übernommen. Denn früh Erlerntes, das zudem regelmässig aufgefrischt wird, ist nachhaltiger, als eine Ausbildung, die erst im Erwachsenenalter erworben wird.

Rhythmisch, kraftvoll und voller Tatendrang bewegten sich die Schülerinnen und Schüler der 1. IOS, als sie in ihren Klassen zu Lebensrettern ausgebildet wurden. In zwei Lektionen haben sie die Grundkenntnisse der Lebensrettung erworben und gelernt, wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung gelingen kann.
Die Schweizerische Herzstiftung und der Schweizerische Samariterbund unterstützen die Lebensrettungsausbildung an Schulen im Rahmen des HELP-Jugendprogramms. Unsere Schule wurde von der Stiftung ausgewählt und wird nach erfolgreicher Ausbil-dung als «Herzschule» ausgezeichnet. Die Klassen werden nun mindestens einmal jährlich während drei Jahren mit einem Training das erworbene Wissen auffrischen.

Jugendliche lernen rasch

Nicht wegschauen, wenn jemand in Not ist, sondern unverzüglich und entschlossen handeln: dies gilt in ganz besonderem Masse bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, wenn es um Leben und Tod geht und jede Minute zählt. In der Schweiz überleben nach wie vor weniger als 5 Prozent der betroffenen Opfer ein solches Ereignis, wenn es sich
ausserhalb eines Spitals zuträgt. Nicht einmal 2 Prozent der Bevölkerung ist in Lebens-rettung (Herzmassage, Beatmung, Defibrillation) ausgebildet.

Dank des Selbstlern-Kits können Jugendliche und sogar Kinder ab 10 Jahren das Grundwissen der Herz-Lungen-Wieder¬belebung auf einfache Weise erlernen. Die Schule Kerns und die Schülerinnen und Schüler wollen ihren Beitrag leisten, damit mehr Leben gerettet werden können.

HELP-Lebensrettungsprogramm

Seit 2007 setzt sich die Schweizerische Herzstiftung mit dem Lebensrettungsprogramm HELP dafür ein, dass durch rasches Handeln bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand mehr Leben gerettet werden. Nach wie vor überleben weniger als 5 Prozent der rund 8'000 Opfer ein solches Ereignis in der Schweiz. Die Situation kann sich nur verbessern, wenn auch Laien die lebensrettenden Massnahmen kennen und nicht zögern, diese anzu-wenden. Nach breit angelegten Sensibilisierungs- und Aufklärungsmassnahmen in der Bevölkerung will die Schweizerische Herzstiftung nun gemeinsam mit dem Schweizeri-schen Samariterbund das Lebensrettungswissen auch in die Schulen tragen.

Im Namen der Klassenlehrpersonen 1. IOS

Florian Wipfli