TeaserWas beschäftigt Jugendliche im Alter von 14-15 Jahren, oder anders gefragt, was beschäftigt die Schülerinnen und Schüler unseres Jahrganges? Diese Frage stellten wir uns bei einem unserer regelmässigen Treffen. Wir, das sind das Kernteam der 1. IOS und unsere Kolleginnen aus der SSA und der Willa. Beim gegenseitigen Schildern unserer Erfahrungen aus ganz verschiedenen Perspektiven wurden schnell einmal drei Dinge klar. Jungen und Mädchen haben (und bereiten) nicht die gleichen Sorgen, zurzeit gibt es eine ganze Reihe von Themen, und wir brauchen zum Teil externe Hilfestellungen.
Mit vereinten Kräften waren wir innert Kürze bei der Planung eines Projektmorgens mit diversen Workshops. Für einmal besuchten unsere SuS diese meist nach Geschlecht getrennt, aber wie gewohnt in aus allen drei Klassen gemischten Gruppen.

Während die Jungen unter professioneller Anleitung eines Experten der SIG (Schweizerisches Institut für Gewaltprävention) z.B. praktische Übungen zur Handhabung des inneren Schiedsrichters trainierten, sprachen sich die Mädchen in einer geschlossenen Frauenrunde im Raum der SSA (Schulische Sozialarbeit) aus, ein Bedürfnis, dem wir wohl auch in Zukunft ab und zu Raum geben sollten. Eine Mitarbeiterin der Organisation Zischtig leistete einen weiteren wertvollen Beitrag zum Thema Medienerziehung und hatte dabei viele Fragen zu beantworten.

Zu einem richtigen Geheimtipp wurde bereits im Verlaufe des Morgens der Workshop unserer Kollegin Samantha Dove. Sie zeigte, wie man mit einfachen Mitteln dem Alltagsstress positiv begegnen kann. In einem weiteren Zimmer erkannten die Jungen, dass Gamen auch zu einer Sucht werden kann und erhielten Tipps, wie sie diese bei sich erkennen und ihr widerstehen lernen. In der Willa schliesslich schulten alle ihre Wahrnehmung. Wie verändert sich diese beim Genuss von Alkohol? Mit Rauschbrillen versehen, erkannten sie die dadurch entstehenden Einschränkungen und Gefahren. Andererseits durften sie sich feine Drinks mixen und geniessen, und das alles ohne Alkohol.



Am Ende des Morgens gab es viele zufriedene Gesichter. Da und dort dürfte bei unseren Schülerinnen und Schülern etwas hängen geblieben sein und zum Überdenken von Handlungen und Haltungen führen.
Für uns Organisierende zeigte sich wohl am deutlichsten, dass es sich lohnt, vorhandene Ressourcen zu vernetzen und am gleichen Strick zu ziehen. Gemeinsames Handeln macht Mut und hat zudem grössere Chancen auf nachhaltiges Wirken. Gleichzeitig weckte es Energien, ein weiteres Mal miteinander zu arbeiten. Allen Beteiligten gebührt deshalb ein herzliches Dankeschön!



Daniel Nick