Unter dem diesjährigen Jahresmotto „zämä underwägs“ fanden auf der Oberstufe vom 22. – 24. Mai die Projekttage statt. Im Vorfeld waren vier Anlässe zum Jahresmotto in den jeweiligen Stufen durchgeführt worden. Während den drei Tagen vor Auffahrt boten die Lehrpersonen der IOS spannende Workshops an, sodass die Schülerinnen und Schüler sich mit ihren Interessen auseinandersetzen konnten. Das Besondere an diesen Projekttagen lag darin, dass die Schülerinnen und Schüler stufenübergreifend zusammen das Miteinander pflegten und sich gegenseitig, aber auch die Lehrpersonen, von einer anderen Seite kennen lernen konnten. Gleichzeitig konnten die Schülerinnen und Schüler etwas dazulernen und sich vergnügen. 

Aus 15 Workshops durften die Schülerinnen und Schüler vorgängig ihre Favoriten angeben, auf welche sie dann stufendurchmischt, verteilt wurden. Vor allem die sportlich und kulinarisch Begeisterten kamen in Workshops wie Beachvolley, Fussball, Velotour, Pizzaofen, Muurikka, Tour de Suisse oder Griechenland auf ihre Kosten. Aber auch die technisch Versierten und die historisch Interessierten kamen nicht zu kurz. So konnten sie sich im Videodrehen, im Geocaching oder mit dem Fotoapparat versuchen und erhielten Insiderinformationen zu Sarnen oder den Flurnamen der Gemeinde. Der soziale Aspekt wurde sowohl im Workshop „Unterwegs mit einer Behinderung“, als auch bei der Alpsäuberung und dem Erstellen von Reisespielen gefördert. 

Am Mittwoch fand ein Austausch zu den einzelnen Workshops statt, bei welchem die Schülerinnen und Schüler die Highlights aufzeigten. Im Anschluss verfassten sie eigene Berichte. Hier nun einige Beispiele: 

 

Projekt Fotografie

Am 23.5.17 traten 13 Schüler-/innen der 1.-3. IOS Kerns das Projekt Fotografie an. Es war eines der 15 Projekte, welches an den Projekttagen 2017 der Schule Kerns angeboten wurde.

Sie trafen sich um 8.00 Uhr, bei der Kernser Post, um sich auf den Weg nach Stans zu machen. Nach einer entspannten Busfahrt freuten sie sich alle, als sie beim Stanser Dorfplatz mit dem Fotografieren beginnen konnten. Es bildeten sich schnell kleine Gruppen, die ganz Stans zusammen erkundeten, fotografierten und dabei viel Spass hatten. Später an diesem Tag begaben sie sich nach Buochs, an den Vierwaldstättersee, um auch noch eine andere Umgebung fotografieren zu können. Nach einer weiteren Stunde Auseinandersetzung mit Fotografie, liessen sie sich am See nieder und nahmen ihren Lunch ein. Nach der Mittagspause machten sie sich auf den Weg zum Fotostudio von Frau Käslin. Sie lernten wie man die Lichtverhältnisse für ein tolles Foto nutzte oder wie man am besten posiert. Die Kinder hatten viel Spass am Modeln und Fotograf spielen. Es war für sie einen riesen Spass, die Lampen, Kamera und Tipps zu nutzen. Nach einer Weile freuten sie sich aber auch, dass sie wieder nach Hause konnten.

Es war ein sehr erlebnisreicher, schöner, langer und heisser Tag bei dem alle ihren Spass hatten. Ich denke, dass die meisten sich nicht über diesen Tag beschweren würden.

Nadja Gosteli 1.IOS b 

Zäme underwägs mid em Fottiapperat

Morgens um 8.00 Uhr fuhren wir mit dem Postauto Richtung Stans. Dort gab uns Herr Käslin ein paar Tipps, wie man schöne Fotos machen kann. Diese konnten wir dann gleich am Winkelried Denkmal umsetzen.

Danach durften wir in Kleingruppen im Dorf herumlaufen und in den kleinen Gässchen verschiedene Fotos machen. Als wir unser «Pick of the Day», also das beste Bild des Tages, präsentiert hatten, fuhren wir mit dem Postauto Richtung Buochs. Dort angekommen, begaben wir uns an den See, wo wir diverse Fotos im und am Wasser knipsten. Nach der Mittagspause ging es Richtung Ennetbürgen, wo wir zu Herr Käslins Frau ins Fotostudio gingen, um Einzelportraits und Gruppenfotos zu schiessen. 

Louis von Rotz, Lara Kiser

 

Workshop Pizzaofen bauen

In der Schule Kerns hatte die ganze Oberstufe von Montag bis Mittwoch Projektwoche. Unter dem Motto «zämä underwägs» haben wir viel erlebt.

Um 8.30 Uhr marschierten wir los in Richtung Vitaparcours Wald. Als das Auto mit den Steinen und den Schaufeln angekommen war, fingen wir an Löcher zu buddeln. Diese benötigten wir für unser Feuer. 

Bis es eine Glut gab, mussten wir etwas warten. So machten Popcorn, indem wir zwei zusammengebundene Siebe mit Maiskörnern über das Feuer legten. Als die Glut dann heiss war, nahmen wir die Steine, welche wir darin erwärmt hatten und bauten damit einen Ofen. Dieser war gross genug, um eine Pizza hinein zu legen. Im Anschluss durften wir alle eine eigene Pizza kreieren. Dazu erhielten wir Teig, Tomatensauce, Schinken, Ananas, Salami und Mozzarella. Weil nur eine Pizza in unserem Ofen Platz hatte und nicht alle so lange warten wollten, legten wir die anderen Pizzen auf den Ofen drauf. 

Später, als wir gegessen hatten, gab es zum Dessert Schokolade-Bananen. Sie waren sehr lecker! Anschliessend, als alle mit Essen und Aufräumen fertig waren, packten wir unsere Sachen und machten uns auf zum Pfadiheim in Sarnen. Zusammen mit Frau Huber reinigten und versorgten wir alle Schüsseln, die wir von der Pfadi ausgeliehen hatten. Zum Schluss kehrten wir glücklich, satt aber auch erschöpft von diesem erlebnisreichen Tag nach Kerns zurück.  

Andrina Schumacher, Jasmin Wagner 

 

Reisespiele

Am Montag und am Dienstag, den 22. und den 23.5.17 starteten wir mit den Projekttagen. Wir waren bei den Reisespielen eingeteilt. Um 8.00 Uhr mussten wir im Handarbeitszimmer sein. Als wir dort waren, konnten wir entscheiden, was wir machen wollten. Zur Auswahl standen ein Ball, Tic Tac Toe, Frisbee und eine Hülle für Stadt, Land, Fluss. Nachdem wir entschieden haben, was wir machen wollten, haben wir begonnen zu nähen. Am Nachmittag, nach der zweiten Lektion waren eigentlich alle fertig. Wir fotografierten unsere Endprodukte. Nach der Pause haben wir diverse Becher aus Papier gefaltet. Später sind wir dann nach draussen gegangen und haben daraus getrunken und Kekse gegessen. Im Anschluss konnten wir noch mit unseren selbst genähten Sachen spielen. Danach gingen wir zurück ins Zimmer und haben noch zusammen einen Abschluss gemacht. Der Workshop hat bei Frau Renggli und bei Frau Amstalden stattgefunden.

Joleen Ettlin 1.IOS c und Tamara von Rotz 1.IOS a

 

Kulinarische Tour de Suisse

Am Montag fand die Tour de Suisse in der Kochschule Kerns statt. Zu Beginn mussten wir ein paar Gerichte den Kantonen der Schweiz zuordnen. Da haben wir vieles gelernt wie zum Beispiel, dass der Aargau, der «Rüebli-Kanton» ist oder dass man im Tessin Risotto Reis anbauen kann. Das Fazit eines Schülers war: «Ich habe viel Neues über die Essenskultur der Schweiz gelernt.» 

Als dann der theoretische Teil beendet war, konnten wir anfangen zu kochen. Zur Vorspeise gab es Frischkäse eingerollt in Bündner Fleisch, Wurstkrapfen und Apfel mit Baumnuss Pesto. Vor dem Hauptgang gab es dann auch noch einen «Rüebli»-Apfelsalat mit Joghurtdressing. Der Hauptgang bestand aus Tessiner Risotto mit Rindsfleisch und zum Dessert gab es Walliser Erdbeerschnitten und ein Meringues-Parfait.  Allgemein haben wir viel Neues gelernt und auch das Essen hat uns sehr geschmeckt. Es war toll, dass wir viele verschiedene Gerichte ausprobieren durften. Die Projekttage waren unserer Meinung nach eine sehr gute Sache, da wir stufenübergreifend in Gruppen eingeteilt waren und so neue Freundschaften schliessen konnten.

Lara Furger

 

Filme produzieren

Am 22.05.17 fanden die Kernser Projekttage, bei denen man vieles bestaunen, lernen, entdecken oder auch Produzieren konnte, statt. Mit diesem Bericht beziehe ich mich auf das erstmalige vorhandene Projekt: Professionelle Filme drehen. Bei diesem kreativen Projekt, musste ich einen zweiminütigen Kurzfilm produzieren. Es fing am Montag um 8:00 Uhr an. Ich musste meinen kreativen Ideen freien Lauf lassen. Ich konnte mit Schülern aus der ganzen Oberstufe eine Gruppe bilden. Zusammen mussten wir aus mehreren Szenen einen Kurzfilm drehen, für welchen wir zwei Tage Zeit hatten. Wir konnten uns mit alltäglichen Gegenständen und Kameras ausrüsten und einen kreativen Film erarbeiten. 

Im Anschluss an die Präsentation der Endprodukte, offerierten uns Herr Agustoni und Herr Bähler ein Eis. 
Es waren insgesamt, kreative und interessante Projekttage.

Jonas Bucher, 1.IOS b

 

Mit einer Muurikka im Kernwald kochen

Wir haben uns am Dienstagmorgen bei der Dossenhalle mit dem Velo getroffen.

Dann sind wir Richtung Kernwald gefahren. Als wir dann bei der Feuerstelle angekommen sind, hat uns Herr Zahner gezeigt, wie man mit einem Feuerstein und Feuerstahl ein Feuer macht. Dann ging es ans Ausprobieren, dies hat sehr lange gedauert, da es sehr schwierig ist, den Kohlenstoff zum Glühen zu bringen.

Nachher haben zwei Leute angefangen, Kartoffeln ganz dünn zu schneiden, um aus ihnen Kartoffel-Chips zu machen. Dies haben wir gemacht, indem wir die Muurikka mit Öl eingerieben haben und dann die Kartoffeln darauf gebraten haben. Während des Bratens hatten alle anderen 20 Minuten Freizeit.

Nachher konnten wir ein Rezept auswählen. Wir machten Pasta mit vier verschiedenen Saucen. Als wir wussten, welches Rezept wir kochen konnten, fingen wir sofort an, die Zutaten vorzubereiten. Wir schnitten Karotten, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln und Petersilien in kleine Stücke. Dann begannen wir zu kochen.

Als Erstes warfen wir das Hackfleisch in die Muurikka, dann gaben wir die Zwiebeln und die Petersilie dazu, kurz darauf legten wir die Karotten in die Muurikka, weil diese sehr lange hatten, bis sie weich waren. Als Nächstes gaben wir die Pelati dazu, gleichzeitig zur Pelati noch Gewürze und Kräuter.

Unterdessen hatten alle anderen Gruppen ihre Rezepte auch abgeschlossen, dann stellten wir alle Saucen und Teigwaren auf einem Tisch auf, sodass sich alle das nehmen konnten, was sie wollten.

Als wir alle mit dem Essen fertig waren, zeigte uns Herr Zahner, wie man auf einer Muurikka Crêpes herstellt. Dann legten wir selber Hand an und kochten uns selber unsere eigenen Crêpes. Als Füllung benutzten wir Nutella.

Als wir alle unseren leckeren Nachtisch gegessen hatten, ging es ans Aufräumen: Abwaschen und Ordnung machen. Sobald alles sauber war, brachten wir alles Material mit dem Velo zum Auto von Herr Zahner. Dort sagte Herr Zahner allen Tschüss. Nachher konnten alle in ihrem Tempo nach Hause fahren.

Das Kochen mit der Muurikka hat uns allen viel Spass gemacht und wir würden uns freuen, wenn dieser Workshop bei den nächsten Projekttagen wieder angeboten würde.

Gowthaman, Aron Mühlebach, Joshua, Simon Zemp

 

Zämä underwägs z‘Sarnä

In diesem Workshop sind wir als Allererstes nach Sarnen gelaufen. Dort haben wir Frau Spichtig getroffen. Sie hat uns am Anfang über ein Holzkreuz eine Geschichte erzählt. Dieses Kreuz und das Fundament sind das kleinste Grundstück in ganz Sarnen. Zudem dient dieses Kreuz als Denkmal der ehemaligen St. Antoni-Kapelle und als Pestkreuz. Dort wurden ausserdem Hinrichtungen gemacht, die hauptsächlich mit dem Schwert durchgeführt wurden. 

Danach sind wir an der Klostermauer entlang zur Kapuzinerkirche gegangen. Die Kirche hat die modernste Bauweise in der Schweiz und wird schweizweit bewundert und als Vorbild für neue Kirchen genommen. Anschliessend haben wir eine Sage über einen Mann gehört, der die Lateinschule gebaut haben soll. Nachher erzählte uns Frau Spichtig, wie die Dorfkirche entstanden ist. Die Kirche steht genau an einem Platz, auf den die Sonnenstrahlen am Sonnenaufgang des längsten und kürzesten Tages scheinen. Dies sind Zeichen dafür, dass dort wahrscheinlich Kelten ebenfalls etwas Heiliges oder für sie Wichtiges deponiert haben. 

Als Nächstes gingen wir zum Frauenkloster, wo das „Sarner Jesuskindli“ ist. Auch dazu erzählte uns Frau Spichtig eine spannende Geschichte, wie die Klostermauer entstanden ist und wieso das „Jesuskindli“ das rechte Bein angewinkelt hat. Danach sind wir ein altes Holzhaus anschauen gegangen. Dort hörten wir wichtige Infos, wie zum Beispiel die Kirche am Markplatz entstanden ist. Diese Kirche ist von einem Ehepaar gestiftet worden. 

Unser nächster Halt war auf dem Landenberg. Dort haben wir als Erstes eine kleine Pause eingelegt, bevor uns Frau Spichtig etwas über die ersten Funde der ehemaligen Burg erzählte. Das älteste Fundstück, das hier gefunden wurde, ist eine Pfeilspitze aus Bergkristall, die wohl ein Jäger verloren hatte. Dieses Fundstück kann man heute im Museum in Sarnen betrachten. Wir verglichen als Nächstes einige Bilder von Sarnen, die schon ziemlich alt waren. Einige Dinge, die auf den Bildern abgebildet waren, konnte man auch im heutigen Sarnen wiederfinden. 

Unser letzter Halt war das Rathaus. Dort erklärte uns Frau Spichtig, was es mit dem Pranger auf sich hatte und wer dort warum bestraft worden war. Zudem erfuhren wir, wie Obwalden zum Schlüssel im Wappen gelangt war und welche Rolle der Papst dabei gespielt hatte. Nachdem wir uns verabschiedet hatten, ging es wieder nach Hause.

Sara Habermachen & Joel Widmer