Seit Mitte der 90iger Jahre wird an der Schule Kerns die integrative Schulungsform umgesetzt. Als Pionierschule wurden die ersten Schritte  bis hin zur Vollintegration geplant und umgesetzt. Seit 2006  werden keine separierenden Klassen wie Kleinklassen oder Einführungsklassen mehr geführt.

Zielsetzung der integrativen Schulungsform ist, dass grundsätzlich alle Kinder die Regelschule besuchen können. Auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen in den Bereichen schulische Leistung, Verhaltensauffälligkeit, körperliche und geistige Behinderungen werden an unserer Schule in der Regelklasse unterrichtet. Dies können auch Schülerinnen und Schüler mit Sonderschulstatus sein, welche früher in speziellen Institutionen beschult wurden.

Umsetzung: Für die Förderung der Kinder und Jugendlichen mit speziellen Bedürfnissen sind die Schulischen Heilpädagoginnen in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen verantwortlich. Dabei wird periodisch mit den Eltern entschieden, welche Förderung möglich ist. Die integrative Schulungsform hat auch ihre Grenzen: Wenn sich Kinder in diesem Umfeld nicht mehr entwickeln können, wenn andere Förderarten nötig sind als die angebotenen, oder wenn die Kinder den Unterricht massiv stören, muss eine andere Lösung gefunden werden. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit kantonalen Stellen.

 

Schulische Integration

Integrative Sonderschulung

 

       Kinder mit:
    - Lernschwierigkeiten
       - 
Verhaltensauffälligkeiten (AdHS)
       - 
Belastendem familiären Umfeld
       - 
Lese- und Rechtschreibproblemen
       - 
Deutsch als Zweitsprache
       - 
Kinder mit besonderen Begabungen

 

werden durch Heilpädagoginnen gefördert. Dies im Rahmen von je 5-6 Lektionen pro Woche und Klasse.

 

 

Kinder mit integrativer Sonderschulung erhalten zusätzliche Förderlektionen. Dies kann im Rahmen bis zu 12 Lektionen pro Woche sein. Der Kanton OW bewilligt den Sonderschulstatus und übernimmt die Kosten.

 

Wie arbeitet die schulische Heilpädagogin?
Ziel der Förderung ist es, die Lernziele der Klasse zu erreichen. Die Heilpädagogin arbeitet grundsätzlich im Schulzimmer parallel mit der Klassenlehrperson. Selten werden die Kinder aus dem Schulzimmer in Gruppenräumen, im Gang, oder im Zimmer der Heilpädagoginnen unterrichtet. Gearbeitet wird meistens in Kleingruppen oder auch mit der Halbklasse bei Einführungen in ein neues Thema. Die Einzelförderung ist die Ausnahme. Kinder mit gleichen Förderinhalten aus verschiedenen Klassen können auch zu einer Lerngruppe zusammengenommen werden. Sofern die Lernziele erreicht werden, erhalten die Eltern keine spezielle Information über die Fördermassnahmen. Sollten die Lehrpersonen grössere Schwierigkeiten feststellen, werden die Eltern kontaktiert und weitere Massnahmen zusammen abgesprochen.

Stufenportrait Schulische Heilpädagogik

Was passiert, wenn Kinder die Lernziele nicht erreichen?
Wenn ein Kind die Lernziele in einem, oder mehreren Fächern über längere Zeit nicht erreicht (Note 3.5 und tiefer/Lernziel nicht erreicht) müssen Massnahmen getroffen werden. Dazu gibt es individuelle Lernziele. Bitte lesen Sie unser Infoblatt zum Thema individuelle Lernziele.

Infoblatt Individuelle Lernziele

Gibt es ein Anrecht auf Förderung durch die Heilpädagogin?
Die Klassenlehrperson in Absprache mit der Heilpädagogin entscheiden, welche Kinder speziell gefördert werden. Grundsätzlich sind dies die Kinder mit Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten oder mit besonderen Begabungen. Sofern die Ressourcen bestehen, und es inhaltlich Sinn macht, werden auch Kinder aus dem Mittelfeld in die Förderung einbezogen. Ein Anrecht auf Förderung durch die Heilpädagogin gibt es nicht.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Heilpädagogin oder an die zuständige Schulleitung.

Download: Konzept integrative Schulungsform 2006