«Es fühlt sich gar nicht nach Abschluss an. Gerade eben waren wir noch in der 1.IOS und jetzt ist es schon vorbei. Wir realisieren es noch gar nicht, es fühlt sich alles noch so normal an, dass wir das Gefühl haben, nach den Theateraufführungen geht es weiter wie eh und je.»
Natürlich freuen sich die SchülerInnen, dass die Schule endlich vorbei ist. Wer kann es ihnen auch verübeln? Frühstunden, Hausaufgaben, Lernkontrollen, Nachsitzen, endlose Lektionen in unbeliebten Fächern und natürlich die strengen LehrerInnen.
Und trotzdem werden sie wehmütig beim Erzählen und hie und da funkeln ein paar feuchte Augen. Auch wenn man das natürlich niemals zugeben würde.
«Es ist auch nicht gut, nur traurig zu sein. Jetzt fängt ein neuer Lebensabschnitt an und so viel verändert sich. Aber so ist das Leben.»
Nicht nur grösser, sondern auch reifer sind sie geworden. Auch die Lehrpersonen haben in den vergangenen Wochen festgestellt, wie schnell die letzten drei Jahre verflogen sind. Gedankengänge werden reflektierter, Zukunftsgedanken klarer, die Gespräche ernster, der Humor ironischer.
«Es kommt mir vor, als wären sie gerade erst als Kinder am Wellentag im Schulzimmer gesessen. Jetzt sind sie bereits junge Frauen und Männer.»
Vom Gross-sein handelt auch das Abschlusslied der AK21, welches das Abschlusstheater abrundete. Es geht ums Erwachsenwerden, um Freundschaft und darum, seine eigene Geschichte zu schreiben. Und das tat die AK21 in den vergangenen drei Jahren auf jeden Fall!
In den letzten drei Wochen durften die Abschlussklassen noch einmal richtig viel zusammen erleben. Es muss nicht immer nur Schule sein. Die SchülerInnen empfanden die Theaterwochen als die schönste Zeit während der gesamten Oberstufe.
«Weil man so viel zusammen macht und etwas auf die Beine stellt. Und man ist nochmals mit all seinen Freunden zusammen und auch mit solchen, mit denen man nicht so viel zu tun hatte. Das schweisst uns als Jahrgang noch mehr zusammen. Wir werden uns immer daran erinnern.»
Von «allerlei Lyyt» handelte das gelungene Theater, für welches die AK21 viel Applaus und Lob vom Publikum, aber auch von den überaus stolzen LehrerInnen erhielt. Allerlei Leute werden die Jugendlichen in der kommenden Zeit kennenlernen. Viel Neues erwartet sie.
«Das macht schon ein bisschen Angst. Auch wenn ich mich auf die Lehre freue und darauf, endlich das zu tun, was mich interessiert. Wir verlassen halt das bekannte Umfeld und ich hoffe einfach, dass ich Freunde finde und gute Noten in der Berufsschule schreibe.»
Auch für die Lehrpersonen verändert sich Bekanntes. Nach drei Jahren Zusammenleben im Schulalltag, lernt man die SchülerInnen doch sehr gut kennen und erlebt viel zusammen. Und dann plötzlich, wenn es am tollsten ist, muss man sie gehen lassen. Da bleiben auch bei den LehrerInnen die Augen nicht trocken.
Ob SchülerIn oder Lehrperson, wir sind uns alle einig, dass wir diese letzten gemeinsamen Tage in vollen Zügen auskosten.
«Wenn ich an die Schule denke, will ich alles nochmals festhalten und so richtig, richtig geniessen!»
Liebe Schülerinnen und Schüler der AK21, wir haben unsere gemeinsame Zeit genossen und werden Euch nie vergessen. Wir wünschen Euch für die Zukunft von Herzen alles Liebe und einen guten Flug!
«Und jetzt fliegen wir weg, denn wir leben hoch, gewinnen alles und gehen K.O. Wir brechen auf, lassen die Leinen los. Die Welt ist klein und wir sind gross. Und für uns bleibt das so, für immer jung und zeitlos. Wir fliegen weg, denn wir leben hoch,        die Welt ist klein und wir sind jetzt gross.» (Mark Forster – Wir sind gross)
AK 21